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Inspirationen

Sure 93: Der lichte Tag (ad-duhâ)

am Dienstag, 07 Juni 2011. Gepostet in Inspirationen, Koran, Sinn des Lebens, Islamisches Leben

1. Beim lichten Tag!

2. Und bei der dunkelen Nacht, wenn sie still wird!

3. Dein Herr hat dich nicht verlassen und Er verabscheut dich nicht!


4. Und wahrlich, das Jenseits ist besser für Dich als das Diesseits.


5. Und dein Herr wird dir gewiss bald geben, und du wirst zufrieden sein.


6. Fand Er dich nicht als Waise und nahm dich auf?


7. Und fand Er dich nicht verirrt und leitete dich?


8. Und fand Er dich nicht arm und machte dich reich?


9. Daher, was die Waise anlangt, benachteilige sie nicht!


10. Und was den Bittsteller anlangt, weise ihn nicht ab!


11. Und was deines Herren Wohltaten anlangt, sprich darüber!

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Sure 94: Das Weiten (al-inshirâh)

am Dienstag, 07 Juni 2011. Gepostet in Inspirationen, Koran, Sinn des Lebens, Islamisches Leben

1. Haben Wir dir nicht deine Brust geweitet?

2. Und deine Last von dir genommen,


3. Die so schwer auf deinem Rücken lastete?


4. Und (haben Wir dir nicht) dein Ansehen erhöht?


5. Doch wahrlich, mit (jeder) Schwierigkeit kommt (auch) Erleichterung)!


6. Doch wahrlich, mit (jeder) Schwierigkeit kommt (auch) Erleichterung!


7. Und wenn du (mit etwas) fertig bist, dann bemühe dich weiter.


8. Und widme mich dich ganz deinem Herrn.

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Zum Geburtstag des Propheten: Ein "Mevlid" von Goethe

am Sonntag, 13 Februar 2011. Gepostet in Inspirationen, Denker, Islamisches Leben

Im Folgenden präsentiere ich euch eine meiner Lieblings-Neuentdeckungen der letzten Monate, nämlich ein Gedicht von Goethe, das vom Propheten Mohammed handelt und mich immer wieder überwältigt. Denn es drückt etwas über den Propheten aus, was auch ich empfinde, aber wofür ich ehrlich gesagt nicht die passenden Worte finde.

Zum Hintergrund: Goethe arbeitete in seinem 23. Lebensjahr an einer Tragödie, in der der Prophet Mohammed die Hauptrolle spielen sollte. Dieses Werk wurde nicht vollendet, jedoch sind einige Fragmente davon erhalten. Über diese schreibt Katharina Mommsen: "Schon bezüglich dieser Fragmente ist jedoch zu sagen, dass sie die bedeutsamste Huldigung darstellen, die jemals ein Dichter in Deutschland dem Begründer des Islam dargebracht hat." (Goethe und der Islam, S. 48). Damit ist insbesondere das Preislied "Mahomets Gesang" gemeint.

In dessen ursprünglicher Version wechseln sich der Vetter des Propheten und seine Tochter, Ali und Fatima, als Sprecher ab. Der Inhalt ist eine Preisung des Propheten, der symbolisch als eine Felsenquelle beschrieben wird, die sich nach Gott, versinnbildlicht durch einen Ozean, zurücksehnt und auf dem Weg dorthin seine Brüder mitnehmen möchte und dabei erfolgreich ist.

In der späteren Fassung ließ Goethe den Bezug zum ursprünglichen Handlungsrahmen in der Tragödie weg und das Gedicht stand nur noch für sich da, ohne Sprecher (vgl. z. B. die Weltbild-Ausgabe von Goethes gesammelten Werken, Bd. 1, S. 218). Was übrig geblieben ist, ist ein durch und durch europäischer Lobgesang für den Propheten, gedichtet von einem Nichtmuslim, der es verstand sich über die Kulturgrenzen hinweg in islamisches Denken und Fühlen hineinzuversetzen.

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Was ist meine Kultur?

am Freitag, 07 Januar 2011. Gepostet in Inspirationen, Identität

„Meine Kultur ist die Logik, mit deren Hilfe ich die Welt ordne.

 

Diese Logik habe ich nach und nach erlernt vom Augenblick meiner Geburt an,

 

und zwar durch die Gesten, die Worte und die Zuwendung derer, die mich umgaben;

 

durch ihren Blickkontakt, den Ton ihrer Stimmen;

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Ein philosophisches Motto für 2011

am Samstag, 01 Januar 2011. Gepostet in Inspirationen, Denker

"Das Furchtbarste so sagen,

dass es nicht mehr furchtbar ist,

dass es Hoffnung gibt,

weil es gesagt ist."

(Elias Canetti)

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Barış Manço bei Alfred Biolek (1982)

am Donnerstag, 23 Dezember 2010. Gepostet in Inspirationen, Identität, Türken, Musik

Meine Güte, was habe ich denn da entdeckt! Hätte es jemand je für möglich gehalten, dass Barış Manço, einer der Meister des Anadolu Rock (Anatolischer Rock) tatsächlich mal bei Alfred Biolek zu Besuch war? Und das im Jahr 1982. Damals war ich drei Jahre alt! Wie soll ich da nun den Nostalgie-Flash unterdrücken?

Barış Manço kommt das Verdienst zu eine völlig eigene Synthese aus Elementen anatolischer und kosmpolitischer Kultur geschaffen zu haben, pompös und barocken, aber immer auch kultig, authentisch und voller Liebe zum Menschen. Er war Musiker, Schauspieler und ein exzellenter Entertainer, der in diversen Fernsehsendungen den Türken die Kulturen der Welt nahebrachte, und umgekehrt auch in allen Teilen der Welt, insbesondere in Fernost, Fans für seinen anatolischen Rock gewann (hier eine Manço-Sendung in Sri Lanka). Ein meisterhafter Brückenbauer, mutig und rebellisch, aber selten grundlos provozierend. Indem er die türkische Kultur musikalisch mit der Welt verheiratete, leistete der Kosmopolit für das Image der Türken weltweit einen weitaus größeren Dienst, als es Beschwörer des Türkentums je vermocht hätten. Manço starb 1999 im frühen Alter von 56 Jahren an einem Herzinfarkt. Ich hätte ihn sehr gerne kennen gelernt.

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Vom reflektierten Urteilen

am Dienstag, 17 August 2010. Gepostet in Inspirationen, Koran, Denker

Vom 23.10.2009

“Verkünde also Freude jenen Meiner Diener, welche der Rede zuhören und sich dann an das Beste davon halten…” (39:17-18)

Ich gebe im Folgenden einen Auszug aus einer Abhandlung eines der weniger bekannten, aber zugleich hellsten Köpfe der islamischen Geschichte wieder. In diesem kurzen Auszug arbeitet dieser aus dem oben zitierten Koranvers eines der meiner Meinung nach weitreichendsten und schönsten erkenntnisleitenden Prinzipien aus:

“Die Grammatik ist der Prosa und die Metrik der Poesie als ein zuverlässiges und geeichtes Richtmaß zugeordnet; dabei ist die Grammatik von allgemeinerer Geltung, denn sie umfasst zugleich die Prosa und die Poesie. Weiterhin ist die Rede in beiden Gattungen der Ausdruck eines Gedankens, den der Redende im Sinn hat. Wenn nun die Gedanken zu einem logischen Schluss zusammengesetzt werden, so bejahen sie entweder einen Gedanken, oder verneinen ihn. Die Logik und ihre Kriterien wurden als Maßstäbe für dieses Zusammensetzen festgelegt…

Unter diesen Disziplinen (Grammatik, Metrik, Logik) wird nun aber die Logik (als Wissenschaft der gültigen Schlüsse) auf Aristoteles zurückgeführt, von dessen Meinungen und Überzeugungen manches, wie man bemerkte, nicht mit dem Islam übereinstimmt, weil er sie aus der Spekulation (d. h. aus dem reinen Vernunftgebrauch) und nicht aus der Religion heraus gewonnen hat. Zudem pflegten die Griechen und Römer zu seiner Zeit (d. h. im vierten Jahrhundert v. Chr.) die Götzenbilder und die Gestirne zu verehren.

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