Kommen Nichtmuslime in die Hölle? (1) Religionszugehörigkeit als Heilskriterium
am Donnerstag, 30 Dezember 2010. Geschrieben in Christentum, Islam, Judentum, Koran, Sinn des Lebens
Akif Şahin hat auf seinem Blog einen Text zur Frage gepostet, ob Nichtmuslime in das Paradies, oder die Hölle eingehen werden. Sein Text war ein Anlass für mich selbst einen Kommentar zu dieser Frage zu verfassen, den ich auch hier einstellen möchte. Ich schrieb:
Lieber Akif,
du wirfst die Frage auf, ob Nichtmuslime in die Hölle oder in das Paradies kommen, und beantwortest die Frage mit einer Definition, die du meinst anhand der islamischen Quellen eindeutig belegen zu können:
„Wer das Anliegen (Dawa) unseres geehrten Propheten Muhammad (saw) gehört, seine Einladung zum Islam vernommen, und Zeuge des von ihm versendeten Lichtes geworden ist, und aufgrund seiner Sturheit, den Islam als auch den Glauben an Allah nicht akzeptiert, seine Ohren zuhält, ja, diese Personen werden in die Hölle kommen.“
Du beziehst dies insbesondere auch auf die Europäer, die den Islam ablehnen, und nennst als Grund dafür, dass diese durch Medien etc. schon zu Genüge auf den Islam aufmerksam geworden seien. Abschließend lädst du deine Leser dazu ein ihre eigene Meinung oder Kritik an deiner Auffassung zu formulieren, wofür ich dir sehr dankbar bin.
Gerne nehme ich das an und formuliere mal paar Gedanken dazu. Ich vertrete eine etwas andere Position als du zu dieser Frage. Ich gebe zu, dass diese Gedanken nicht von sehr vielen Muslimen geteilt werden, und dass sie viel umfassender diskutiert werden müssten, als auf diesem Raum möglich ist. Dennoch habe ich mittlerweile den Eindruck, dass für diese Sichtweise insgesamt mehr Argumente sprechen, als für die geläufige und von dir dargestellte Position.
Du schreibst:
„Fakt ist aber, dass Allah selbst im Qur’an sagt, was den Ungläubigen droht. Ein Blick in den Qur’an unter dem Stichwort Hölle reicht schon um zu sehen, dass die Strafe für Diejenigen die nicht an Allah und den Islam glauben, festgeschrieben ist.“
Unter den sicheren Höllenanwärtern, die im Koran meist als kafirun (Leugner/Ungläubige) oder alladhina kafaru (jene, die geleugnet haben), umschrieben werden, verstehst du im hier diskutierten Zusammenhang alle
(1) Nichtmuslime
(2) zu allen Orten und Zeiten nach dem Propheten,
(3) die mit der Da’wa des Propheten konfrontiert wurden,
(4) aber den Islam nicht annehmen.
Wenn der Koran als alladhina kafaru, und somit als Höllenanwärter, all jene Menschen meint, die diese alle vier Bedingungen erfüllen, dann hast du vollkommen recht.
Ich glaube jedoch, dass der höllenwürdige kafir des Koran nicht so definiert ist, sondern dass der Koran hier bewusst einige Unschärfen lässt. Gehen wir deine vier Punkte der Reihe nach durch.
Ich werde hier zunächst zum ersten Punkt etwas schreiben. Zu den anderen formuliere ich später etwas. So wie du freue ich mich über Kritik und Gegenargumente, da ich schließlich auch dazu lernen, und vor allem eigene Irrtümer erkennen und korrigieren möchte.
Außerdem möchte ich noch darauf hinweisen, dass man eigentlich erst die Frage klären müsste, inwieweit die Jenseitsbeschreibungen des Korans überhaupt wörtlich gemeint sind, und was im metaphysischen Kontext eigentlich Strafe und Belohnung bedeutet, aber das lasse ich hier erst mal aus.
Also:
1.) Kriterium der nichtislamischen Religionszugehörigkeit der Höllenanwärter
Ich glaube, dass im Koran bewusst eine Unschärfe hinsichtlich der Religionszugehörigkeit der Höllen-, aber auch der Paradiesanwärter gelassen wurde.
In zahlreichen Versen wird in der Tat den Muslimen das Paradies in Aussicht gestellt. Dabei entgeht dem Leser von Koranübersetzungen schnell, dass in vielen Passagen des Korans der Begriff muslim im wörtlichen Sinne, also eines sich gänzlich Gott hingebenden Menschen verwendet wird, so z. B. im Kontext der vorislamischen Propheten, aber auch im Kontext des Ausdrucks einer ergebenen Haltung gegenüber Gott. Muslim im Kontext des Korans ist also nicht in allen Versen zwangsweise ein Anhänger des Islams als konkreter Religion in unserem Sinne.
Auch der Begriff islam als Infinitivform des Partizips muslim bedeutet Hingabe an Gott. Damit kann unsere konkrete Religion, aber wiederum auch eine grundlegende Haltung gegenüber Gott gemeint sein. Verse wie „die Religion bei Gott ist der Islam“ (5:3, 3:19, vgl. auch 3:85) können daher auch im Sinne „die Religion bei Gott ist Hingabe an ihn“ verstanden werden.
Aus dem Gesagten folgt noch nicht, dass religiöse Nichtmuslime nun automatisch vor Gott muslim und somit gerechtfertigt sind, sondern nur, dass die meisten, scheinbar den Islam (im engeren Sinne) als einzigen Heilsweg ausweisenden Koranpassagen zunächst auch so verstanden werden können, dass sie die hingabevolle Haltung gegenüber Gott (arabisch: islam) als den vor Gott gerechtfertigten Heilsweg auszeichnen. Murad W. Hofmann deutet in seiner Koranübersetzung in (unerträglich knapp gehaltenen) Fußnoten auf diese alternative Interpretationsmöglichkeit hin.
Natürlich muss dieser Islam noch mit Inhalt gefüllt werden. Naheliegend ist es den Koran und die Botschaft des Propheten Mohammed als den Inhalt dieses Islam zu sehen. Diese Deutung ist ohne Zweifel weitgehend korankonform. Und für mich als gläubigen und halbwegs praktizierenden Muslim ist das der einzige für mein Leben und meinen Glauben relevante Inhalt von Islam.
Was ist nun aber mit jenen Menschen, die, aus welchen Gründen auch immer, nicht im Islam verwurzelt sind? Wie gesagt: Ich glaube, dass der Koran bezüglich deren Aussicht im Jenseits bewusst eine Unschärfe lässt, die im folgenden, in zwei medinensischen Suren anzutreffenden Versen sogar Klarheit annimmt:
„Siehe, die da glauben, und die Juden und die Christen und die Sabäer – wer immer an Allah glaubt und an den Jüngsten Tag und das Rechte tut, die haben ihren Lohn bei ihrem Herren. Keine Furcht kommt über sie, und sie werden nicht traurig sein.“ (2:62 und 5:69)
Achtung: Aus diesem Vers folgere ich nicht, dass nunmehr alle Juden und Christen automatisch ins Paradies kommen (das folgere ich im Übrigen auch nicht für die Muslime!). Es geht mir hier nur darum, dass laut Koran auch bekennenden Nichtmuslimen ein Weg zum Paradies offenbleibt, der an die gewisse Glaubensbedingungen geknüpft ist. Dies ist unter anderem auch die Auffassung des türkischen Koranexegeten Süleyman Ateş.
Aus diesem Vers folgere ich also auch nicht, dass damit nur die Juden und Christen vor dem Propheten, oder die zum Islam konvertierenden Juden und Christen gemeint sind. Du behauptest ganz konkret, dass nur Juden und Christen vor dem Propheten, bzw. zum Islam Konvertierte ins Paradies kommen können. Ich habe den Eindruck, dass diese Auffassung in der islamischen Geschichte den beiden genannten Versen etwas gewaltsam untergeschoben wurde. Da sie die nahezu einzige unter Muslimen bekannte Deutung ist, meinen viele, dass dies auch die Lehre des Korans sei.
Aber hier muss man wohl oder übel erkennen: Ein eindeutiges Heilskriterium in Form einer Zugehörigkeit zum Islam im engeren Sinne folgt nicht zwingend aus dem Koran, sondern ist eine (naheliegende, aber offensichtlich nicht zwingende) Interpretation. Nennen wir dies die exklusivistische Lesart des Korans, da sie alle anderen Heilswege außerhalb der koranischen Botschaft kategorisch ablehnt. Da man diese exklusivistische Lesart mit den beiden genannten Versen jedoch nicht in Einklang bringen konnte, wurden diese eben in dem von dir genannten exklusivistischen Sinne uminterpretiert. Und das ist nicht unproblematisch.
Warum drückt der Koran es nicht direkter aus, wenn Gott in diesen Versen nicht generell Juden und Christen (also allgemein monotheistischen Nichtmuslimen) Heilsversprechen macht, sondern nur jenen, die vor dem Propheten gelebt haben? Und warum werden hier neben jenen, die (als Anhänger des Propheten Mohammed) gläubig sind, noch zusätzlich Juden, Christen und Sabäer als Paradiesanwärter genannt, wenn der Koran nach der exklusivistischen Lesart damit doch eigentlich nur konvertierte Juden, Christen und Sabäer meinen soll?
Ich respektiere die exklusivistische Interpretation, da über sie unter den traditionellen Islamgelehrten weitgehend Konsens herrscht und sich dafür ebenfalls viele Argumente finden ließen.
Jedoch glaube ich nicht, dass diese exklusivistische Interpretation das letzte Wort sein muss, geschweige denn zwingend ist. Ihre Argumente kann ich hier aus Platzgründen nicht alle im einzelnen diskutieren und relativieren. Vorerst weise ich daher auf 2:62 und 5:69 hin, die jeden Exklusivisten zumindest zu einer gewissen Bescheidenheit mahnen sollten.
Ihr Originalwortlaut (und nicht das, was Übersetzungen und Interpretationen daraus gemacht haben) ist zu klar und eindeutig um per noch so gänger Umdeutung völlig ausgehebelt zu werden. Viel angemessener erscheint mir da eben die Sichtweise, dass Nichtmuslime laut Koran unter gewissen Glaubensvoraussetzungen durchaus vor Gott gerechtfertigt sein können. Man könnte dies als inklusivistische Lesart des Korans bezeichnen, genauer noch: die bedingt-inklusivistische. Demnach ließe der Koran neben der durch den Propheten Mohammed verkündeten Religion auch andere Wege zum Heil offen – zumindest sofern diese im Einklang mit den zentralen Grundsätzen des abarahmitisch-islamischen Monotheismus stehen.
Aber was sind nun diese Voraussetzungen, die manchmal andere Wege legitimieren können? Einige positive Aspekte, die man ausführlich diskutieren müsste, sind in den Versen bereits genannt: Glaube an Gott, an die jenseitige Abrechnung und das Verrichten guter Werke. Zumindest der Versuch einer gottgefälligen Lebensweise wird also durchaus vorausgesetzt.
Konkretisieren möchte diese Frage noch von der negativen Seite her:
Im Koran finden wir neben anerkennenden Worten auch viel Kritik an Juden und Christen. So wird eine Gottessohnschaft Jesu im Sinne eine Identifikation Gottes mit Jesus, oder die Annahme von zwei weiteren Göttern neben Gott im Koran durchaus als Unglaube zurückgewiesen. Daran besteht kein Zweifel.
Aber es bleiben Zweifel daran, inwieweit die eindeutige koranische Kritik an Juden und Christen auch die Juden und Christen hier und heute betrifft. Jeder, der die usul-Wissenschaften ein wenig kennt, weiß, dass ein noch so allgemein formuliertes Urteil in Koran oder Hadith nicht universell gemeint sein muss. Man kann nun leicht zeigen, dass ein großer Teil der Kritik des Korans an konkrete Glaubensgruppen zur Zeit des Propheten gerichtet ist, so z. B. wenn der Koran sagt: „Die Juden sagen: Esra ist Gottes Sohn“ (9:30). Einige arabische Juden waren offensichtlich dieser unorthodoxen Auffassung, die jedoch nicht dem allgemein bekannten Judentum entspricht. Diese Abweichler hat der Koran hier offensichtlich im Visier. Mit 9:30 ist auch zweifelsohne gezeigt, dass formale All-Aussagen wie „die Juden“ im Koran eben nur scheinbar „die Juden zu allen Zeiten an allen Orten“ meinen, sondern dass damit stets auf konkrete Gruppen im Umfeld der ersten Adressaten des Korans hingewiesen wird.
Selbst der koranische Vorwurf der Vergöttlichung Jesu und der Dreiheit Gottes beinhaltet Unschärfen. Zum Einen kritisiert der Koran nicht in erster Linie die geläufige Trinität in Form von Vater-Sohn-Heiliger Geist, sondern offensichtlich eine spezifische Form von Dreigötterei in Form von Vater-Sohn-Maria (5:116). Ich habe keine Koranpassage gefunden, in der auf die gängige Trinität, die den Heiligen Geist beinhaltet, hingewiesen wird. Darauf weist im Übrigen auch Muhammad Salim Abdullah hin.
Achtung: Auch hiermit will ich nicht sagen, dass aus dem Koran gar keine Kritik an heute gängigen Formen (beachte den Pural) des Christentums gefolgert werden kann oder darf, sondern nur, dass der noch so eindeutige Wortlaut der koranischen Kritik an christlichen Glaubensformen noch keine unmittelbare Verurteilung von allen Christen zu allen Zeiten darstellt, sondern eine Stellungnahme zu konkreten historischen Phänomen. Alles andere muss mittels Interpretation und Übertragung bewerkstelligt werden.
Das betrifft selbst den so klar wirkenden Punkt der Göttlichkeit Jesu. Im Gespräch mit vielen gläubigen Christen und christlichen Theologen habe ich den Eindruck gewonnen, dass viele Christen etwas anderes meinen, wenn sie vom Sohn Gottes, oder von der Göttlichkeit Jesu sprechen, als wir auf der Basis unserer Vorurteile im ersten Moment vermuten (und unterstellen). Selbst der eindeutig klingende „Sohn Gottes“ kann mit Blick auf die alttestamentarische (und eindeutig nicht-trinitarische) Sprechweise von Söhnen Gottes als ein wohl meinender Titel verstanden werden, der nicht Göttlichkeit implizieren muss (vergleichbar mit dem Titel Freund Gottes für Abraham im Islam).
In jedem Fall zählt nicht den Wortlaut eines christlichen Glaubensbekenntnisses, sondern die damit intendierte Bedeutung, über die ich mich lieber von gläubigen und praktizierenden Christen belehren lasse statt von unseren eigenen, nicht immer wohl meinenden Spekulationen. Verlangen wir denn nicht auch das selbe von den Nichtmuslimen in Bezug auf die Bedeutung des Korans für uns?
Ich sage: So wie gläubige Muslime die einzigen sind, die eine Definitionshoheit darüber beanspruchen dürfen, was sie unter Islam verstehen, genauso will ich allen Nichtmuslimen die Definitionshoheit darüber zugestehen, was sie unter Judentum, Christentum etc. verstehen. So vermeide ich es quasi sie über ihre Köpfe hinweg zu versteckten Polytheisten zu erklären, die sie sicherlich gar nicht sein wollen.
Eben in diesem Sinn glaube ich, dass der Koran bewusst einige Unschärfen offenlässt, die es uns verbieten, Juden und Christen automatisch zu den alladhina kafaru zu erklären, denen die Hölle in Aussicht gestellt ist.
Andererseits wird für mich dadurch weder der Offenbarungsanspruch des Korans geschmälert, noch seine Kritik an anderen Religionen als überflüssig zurückgewiesen. Was ich mache ist es lediglich nach den eigentlichen Adressaten der koranischen Aussagen zu suchen und bei dieser Suche Argumenten den Vorzug vor Gewohnheit und Tradition zu geben.
Heute lerne ich aus dem Koran sicherlich wenig über das Christentum hier und heute – aber ich lerne an den konkreten Beispielen der koranischen Aussagen einiges darüber, wie wir als Muslime nicht glauben sollen, und worauf wir im Umgang mit unserer eigenen Religion achten müssen, wenn wir ihre Botschaft nicht verfälschen wollen.
Ich weiß, dass es manche christliche Glaubensformeln Muslimen nicht leicht machen im christlichen Gottesbild den einen, unteilbaren Gott zu erkennen. Doch was verlieren wir, wenn wir die Möglichkeit offen lassen, dass viele Konzepte von christlichem Glauben doch mehr Monotheismus als Vielgötterei im Sinne von shirk sind?
So gesehen könnten wir als Muslime unsere Distanz zu gewissen christlichen Glaubenssätzen beibehalten, aber wir könnten uns auch davor hüten alles Nichtislamische automatisch zu Unglaube oder Götzendienst zu erklären.
Und obwohl ich überhaupt nicht relevant bin: Ich hoffe, dass ich das Gesagte für viele Juden und Christen vor Gott vertreten kann.
Ist das zu naiv? Zu weichgespült? Zu spekulativ?
Allahu a’lam (Gott weiß es am besten).
Dies sind meine Tendenzen, zu der von dir aufgeworfenen Frage. Ich denke oft darüber nach, und sie erscheinen mir umso vertretbarer, je mehr ich mich damit auseinandersetze. Sie sind einzig und alleine verbindlich für mich, und ich habe die Aufgabe zu prüfen, inwieweit dies mit dem Koran in Einklang gebracht werden kann.
Alle, die das hier Gesagte beunruhigt, können getrost bei ihrer Deutung bleiben. Ich verstehe das voll und ganz und bin deswegen niemandem sauer. Auch weiß ich, dass der Exklusivismus auch in anderen Religionen, gerade auch im Christentum durchaus verbreitet ist. Und ich weiß, dass kein Exklusivist automatisch zu einem schlechteren oder unangenehmen Menschen im Diesseits wird.
Um keinen falschen Eindruck zu wecken: Ich glaube aus ganzem Herzen, dass der Koran die unmissverständlichste, klarste und sicherste Form des Monotheismus gelehrt hat. Und ich glaube, dass ich als Muslim, der schon einen weiten Weg mit dem Islam gegangen ist, nicht anders kann (und vor Gott: nicht darf) als diesem Weg, den ich für mich persönlich als den besten befunden habe, bis zum Ende treu zu bleiben.
Dennoch will ich mich selbst in Fällen, wo christlicher Glaube von außen kaum noch von Vielgötterei unterschieden werden kann, verwehren zu behaupten, dass diese Christen nun mit Sicherheit außerhalb von 2:62 und 5:69 (nach der oben dargestellten Interpretation) stehen und damit endgültig in die Hölle kommen werden.
Und mich beruhigt der Gedanke, dass ich dabei einen großen Beistand wiederum in Form von Jesus persönlich habe, den der Koran im Jenseits über ins Extrem gegangene Christen folgende ergreifende Worte zu Gott sprechen lässt:
„… ich war ihr Zeuge, so lange ich unter ihnen weilte. Seitdem Du mich aber zu Dir nahmst, bist Du allein ihr Wächter, und Du bist aller Dinge Zeuge. Wenn du sie strafst, wahrlich, die sind Deine Diener, und wenn Du ihnen verzeihst, wahrlich, Du bist der Mächtige, der Weise.“ (5:117-118)
(to be continued...)
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Kommentare (9)
Wer ins Paradies kommt oder nicht,darüber entscheidet Gott-Allah-allein und das auf Grund seiner Barmherzigkeit und Gnaden,wir können ihn nicht dazu erpressen und uns auch nicht anmaßen,Menschen zur Hölle zu verurteilen.Gott hat uns die Richtlinien offenbart,zuletzt und weltweit ausgerichtrt im Quran.und jedem ist es freigestellt,welchen Weg er einschlagen will,uns steht es nicht zu,zu richten,am jüngsten Tag wird ER die Entscheidung fällen.Wir haben den Auftrag,die Menschheit über den Islam in vollem Außmaß zu informieren,sei es auch nue eine Ajah,ein Quranvers,laut Hadith,(Ausspruch des Gesandten Allahs,Muhammad.Allahuma salli ua sallam aleihi,und dann möglichst mit gutem Beispiel voranzugehen.Wer weiß(außer Allah)ob sich nicht der größte Gegner eines Tages zum Islam bekehrt?-Allen Gläubigen,die sich zum Monotheismus bekennen,Mu'minin können ins Paradies gelangen,wie auch der Islam die natürlich eingeborene ursprüngliche Religion der gesamten Menschheit ist("Din al Fitr")ist.Allah hat den Beinamen "der Allmächtige und Allweise"und tut was ihm gefällt(und nicht unbedingt den Menschen)und somit ist die hinterlistige Frage des damaligen Lehres, was den Stein betrifft, hinreichend beantwortet,dennGott braucht seine Geschöpfe nicht zu fragen,was Er tun soll.Dem Menschen ist nur geringes Wissen gegeben,so wie es der menschliche Verstand erfassen kann,ihm sind natürliche Grenzen gezetzt und hier auf der Erde Zeit und Raum untertan.Also bitten wir Allah um Rechtleitung für uns und alle Mitmenschen,,es ist nichts unmöglich.-Die Mutter einer Freundin bekannte sich im Alter von über 90 Jahren nach langwieriger Überlegung noch zum Islam,kurz darauf verstarb sie.Der Islam lehrt uns,die gesamte Menschheit in ihrer Vielfalt(denn ER hat es so gewollt),als Mitmenschen zu respektieren und ihre Rechte nicht zu beschneiden,denn wir sind alle Nachkommen Adam und Evas.So hoffe ichauch dem Nichtmuslimischen Leser durch diesen kleinen Beitrag den Islam verständlicher gemacht zu haben.
Mit freundlichem Gruß,Ute Diri-Dost
Obwohl ich den folgenden Herren nicht so sehr als Meinungsvorbild nehme, da er zu sehr in Sufismus verfallen ist, gibt er doch eine recht gute Antwort:
http://www.youtube.com/watch?v=0zpJOsn94vM
Oder nicht?…
Ich hielt Ausschau nach einem zweiten Teil, fand aber leider keinen. Eventuell dachtest du dir, dass dein Text nicht allzu viel Anklang fand um es weiterzuführen. Das könnte aber eben auch daran liegen, dass dein Text quantitativ sehr ausholend und qualitativ sehr anspruchsvoll ist. Auch ist das Thema für viele sehr grenzwerti,g da man mit Begriffen und Formulierungen umgeht, die eventuell die Grundsätze der Religion hinterfragen könnten. Trotz allem fand ich den Text sehr hilfreich und anregend, nur fehlt mir leider wie schon gesagt die intellektuelle Tiefe und der religiöse Horizont hierauf eine angemessene Antwort zu schreiben. Die Überschrift brachte mir augenblicklich diesen berühmten Satz von Abu Bakr in den Sinn, der mir in dieser Fragestellung einen gewissen Frieden gab. Aber abgeschlossen war es nicht.
Weiterhin viel Erfolg.
Ein sehr aufschlussreicher Kommentar von dieser Seite
vielen Dank!
Die Hölle um die es hier geht ist ja eine rein islamische Angelegenheit, in der Bibel kommt die Hölle zum Beispiel nicht vor. Und wer vor Gott in Ungnade gerät, hängt eigentlich - aus christlicher Sicht - nicht davon ab Christ zu sein. Christen sagen, Gott ist die Liebe und die Gerechtigkeit. Und ein gerechter Gott würde niemals einen Muslim oder Hindu oder Buddhisten verurteilen der keine Chance hatte Christ zu werden, also haben auch Angehörige von Religionen eine Chance auf Gerechtigkeit vor Gott die nicht an Gott glauben. Ich halte das für sehr wichtig und das ist auch sehr biblisch. Der Bibel ist es sehr wichtig das Gott wirklich allmächtig ist und ein allmächtiger und gerechter Gott wird die Menschen immer nach dem Herzen beurteilen und nicht nach der Befolgung von Regeln die er nicht kennt oder versteht.
Nur warum sollte man Christ werden, wenn es vor Gott auch andere gültige Wege gibt? Einmal weil Christen es besser haben als andere, die Nähe zu Gott macht das Leben schon einfacher. Und dann hat es etwas mit Ehrlichkeit zu tun. Wer weiß das es Gott gibt und nicht Christ wird, der lügt Gott an.
Ich kann nichts schlechtes am Sufismus erkennen.
Vor jahren wurde in einem Forum einmal diese (ich glaube schiitische Lehr-)Geschichte gepostet, die mich sehr beeindruckt hat: http://www.imam-hassan.de/broschuere/13.php
Vielen Dank für den Hinweis auf diese wirklich wunderschöne Geschichte, die ich vielleicht mal aufgreifen sollte. Genau dies meine ich, wenn ich sage, dass man sich als Muslim nicht vorschnell zu Urteilen über fremde Symboliken hinreißen lassen sollte.
Ja - wie man sieht, sind nicht mal Erzengel gegen solche Vorurteile gefeit, wieviel weniger dann wir Menschen, ob nun Muslime oder Nichtmuslime... :|