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Als Yusuf wieder zur Gitarre griff - ein Kommentar

am Samstag, 30 April 2011. Geschrieben in Identität, Islamisches Leben, Islamisches Recht, Musik

"Ich glaube, dass Musik vor allem eine Frage des persönlichen Geschmacks ist. Viele Muslime haben ihre Vorbehalte gegen Musik, weil sie Musik nicht wirklich kennen. Sie identifizieren Musik mit etwas, das ihnen fremd ist. Ich habe ja selbst jahrelang einer sehr starken konservativen Strömung im Islam gehorcht, die besagte, dass Musik verboten ist. Aber dann habe ich mich schlau gemacht und realisiert, dass die Wirklichkeit ganz anders ist. Es war ja auch das islamische Spanien, über das mit der Gitarre das Instrument nach Europa kam, auf dem heute die Rockmusik basiert. Nein, eine der großen Naturschönheiten in Gottes Universum ist nun mal die Musik." (Yusuf Islam, 2011)

Cat Stevens hatte nach seinem Übertritt zum Islam als Yusuf Islam seiner ehemaligen Musik mit Gitarren und profanen Texten abgeschworen. Dafür konnte man nun religiösen Gesängen von Yusuf Islam lauschen, die schlicht, wunderschön, aber auch betont weltabgewandt waren. Instrumente waren bei ihm lange Zeit nicht zu hören, und seine konsequente Beschränkung auf Percussion-Instrumente wie Trommeln zeigte vor allem eines: Hier sollte Musik so betrieben werden, dass man vom Standpunkt des klassischen islamischen Rechts der Rechtsgelehrten keine prinzipiellen Einwände erheben konnte.

Ich verstand Yusuf Islams damalige Sensibilität diesbezüglich, und respektierte sie - zumal er ja einen spirituellen Neuanfang in absoluter Reinheit suchte, und seine neue Musik ja gerade auch den  religiösen Muslime verständlich machen wollte.

Aber mich, der ich mich selbst als leidenschaftlichen  Musiker und zugleich als praktizierenden Muslim verstand, hat seine klare Beschränkung auf klassisch-fiqh-kompatible Musik auch etwas traurig gemacht, wenn nicht gar verletzt. Zu gerne hätte ich damals ein paar originelle Worte von ihm über Musik gehört - Worte, die über die klassischen Meinungen von Religionsgelehrten über die schädlichen Seiten von Musik hinausgingen. Für viele von ihnen gab es nämlich eine untrennbare Verbindung zwischen dem Musizieren an sich, und den der Musik von Menschen auferlegten Bedeutungen und Verwendungen für verschiedenste Formen von Unterhaltung, die moralisch bedenklich oder gar verwerflich sein konnten.

 

Vor einigen Jahren wurde dann plötzlich der Musiker Cat Stevens in Yusuf Islam wieder wach. Yusuf war geboren. Was war das für eine Gänsehaut, als ich den bärtigen Yusuf Islam mit einer Gitarre in der Hand auf dem Cover einer Musikzeitschrift sah - dieses Bild hat mich damals richtig bewegt, um nicht zu sagen umgehauen. Es war, wie wenn ein jahrelanger Krieg plötzlich zu Ende ging, wie wenn sich zwei Weltmächte die Hand reichten und erleichtert feststellten, dass dies der bessere Weg war.

Ich habe mich immer nur beiläufig für die Songs von Cat Stevens bzw. Yusuf Islam interessiert. Auch fand ich seine Äußerungen zu manchen politischen Fragen manchmal nicht deutlich genug auf der moderaten Seite - aber all das schmälerte nichts an der Symbolträchtigkeit, die seine Wandlung für mich hatte. Ja, er war jetzt mein Yusuf, Licht am Horizont, das Gefühl endlich nicht mehr alleine dazustehen im Kampf um die Legitimität von neuen Identitäten und dritten Kulturen.

Und es gab zum ersten Mal seit langem wieder echte Vorbilder.

Yusuf Islam, der sich nach dem Beispiel des Propheten einen Bart hatte wachsen lassen, hielt die Gitarre auf jenem Bild, als wäre sie ein Teil von ihm - keine Spur von Anbiederungsversuchen an eine hedonistisch fixierte Popkultur, und auch keinen Verlust an seiner islamischen Identität konnte ich auf diesem Bild erkennen. Auch war von diesem Yusuf nicht zu erwarten, dass er in jedem zweiten Satz doch wieder für seine Religion werben, und auf diesem Weg quasi seine Musik legitimieren wollen würde.

Cat Stevens war einen langen Weg gegangen, vom ausschweifenden Lifestyle des Stars, über den asketischen, teils auch übereifrigen Weltentsager hin zu einem neuen Verständnis von sich selbst als gereiften und wieder auferstandenen Musiker. Er hatte sich dabei auf denkbar respektvolle Weise von der strengst möglichen islamischen Haltung zur Musik verabschiedet. "Damals gab es zahllose Gründe, mit der Musik aufzuhören. Heute gibt es zahllose Gründe wieder mit ihr anzufangen", hatte er in einem Interview mal gesagt. Gute Gründe hatte er, und das ist das Beruhigende. Es war kein zum Scheitern verurteilter Versuch seine musiklos verbrachten Jahre nachzuholen, oder gar seine Jugend nochmals zurückzuzaubern. Es schien mir vielmehr, dass er spürte, dass er nach vielen Jahren reif dazu war sich wieder der alten Musik zuzuwenden, aber diesmal aus der Perspektive eines Yusuf Islam, dessen Herz und Welt mittlerweile so groß geworden waren, dass auch alles Gute von Cat Stevens seinen Platz darin hatte.

Nachwort 1: Was gilt manchen an Musik eigentlich als verboten?

Ich hatte immer schon die starke Vermutung, die ich freilich nicht beweisen kann, dass es bei der Frage nach der islamischen Legitimität von Musik einzig und allein darauf ankam, was die Musik bei mir bewirkte, und welche Assoziationen sie bei mir aulöste. Als E-Gitarrist wusste ich, dass Musik im Kopf entsteht und das gesamte Emotions- und Assoziationsspektrum des Menschen ansprechen kann. Diese Art des Angesprochenwerdens durch Musik wiederum ist zu großen Teilen nicht angeboren, sondern angelernt. Nur das erklärt doch, warum es so viele verschiedene Musiken in den Kulturen gibt, während z. B. die Anziehungskraft zwischen Mann und Frau in allen Kulturen eine starke Konstante darstellt. Yusuf bringt dies in der für mich zentralen Stelle in seinem Interview auf den Punkt:

"Viele Muslime haben ihre Vorbehalte gegen Musik, weil sie Musik nicht wirklich kennen. Sie identifizieren Musik mit etwas, das ihnen fremd ist. Ich habe ja selbst jahrelang einer sehr starken konservativen Strömung im Islam gehorcht, die besagte, dass Musik verboten ist. Aber dann habe ich mich schlau gemacht und realisiert, dass die Wirklichkeit ganz anders ist... eine der großen Naturschönheiten in Gottes Universum ist nun mal die Musik."

Ich wusste damals für mich, dass nur Menschen, die noch nie ein Instrument gespielt, geschweige denn musikalische Kultur in ihrer Tiefe erlebt haben, der Idee aufsitzen könnten, dass Musik per se ein Träger bzw. Auslöser von Frivolität und Unmoral sei. Zu diesem Vorurteil hat das klassische islamische Recht leider einen wichtigen Beitrag geleistet. Noch vor zehn Jahren erlebte ich selbst in Deutschland immer wieder die groteske Situation, dass religiöse Kreise Musik und vor allem das aktive Musizieren für verpönt erklärten, aber dann für ihre eigenen, auch innerislamischen Veranstaltungen dann doch gute Musiker suchten. Auch in nahezu jeglichem medialen Auftritt brauchen selbst die orthodoxesten Kreise Musik, und finden sie - aber fördern immer noch zu selten bei ihren Kindern das Erlernen eines Instruments.

Nachwort 2: Den Praktikern des Lebens das Wort geben

Dieser Dualismus ist ein wichtiger Hinweis darauf, dass das klassische islamische Recht von vor über tausend Jahren unter völlig anderen kulturellen Bedingungen entstand, als wir sie heute vorfinden. Deswegen führen lange und praktische Erfahrungen eines religiösen Muslims in einem Lebensbereich nahezu immer zu einer anderen Art die Dinge in jenem Bereich zu sehen, als wenn man Rechtsgelehrte dazu befragt, die auf diesen Gebieten oft absolute Laien sind.

So habe ich mal in einem türkischen Islamlexikon nachgelesen, dass Gesang bedeute, Worte und Sätze so auszusprechen und zu verbiegen, dass sich ihre Bedeutung ändere. Auch konnte ich darin den Satz vorfinden, dass Vergnügen am Gesang Unglaube sei. Wer so etwas liest, und nicht hartnäckig und kritisch weiterbohrt, könnte dem Trugschluss erliegen, dass dies in der Tat die eindeutige Position des Islams sei. Im Koran gibt es nicht einen klaren Hinweis auf ein Musikverbot. Die weiteren Argumente des fiqh wie z. B. einige Hadithe wiederum sind teils hinsichtlich ihrer Authentizität unbrauchbar, oder zumindest umstritten und zudem massiv auslegungsfähig. Und was die Rechtsgelehrten dazu gesagt haben, halte ich für zum großen Teil für von den damaligen kulturellen Bedingungen beeinflusst. Warum sollte ich da also von einem für mich verbindlichen, islamischen Musikverbot ausgehen?

Reine Theoretiker sind oft Schwarz-weiß-Denker, die glauben, dass man die Welt auch allein aus den Quellen des Islams heraus rekonstruieren, denken und weiter gestalten kann. Gute und selbstkritische Praktiker hingegen spüren oft intuitiver, welche Intentionen religiöse Gebote und Verbote haben, indem sie ihre eigenen Eindrücke darüber tagtäglich testen. Natürlich brauchen sie auch das Wissen der Theoretiker über Texte zu normativen Fragen, die die Religion aus womöglich guten Gründen oder zu höheren Zwecken nicht so beantwortet, wie wir es immer haben wollen.

Aber diese vom Muslim zugestandene Autorität der Religion steht nicht allein da, sondern wird begleitet durch die Aufforderung unseren Verstand zu nutzen und auch in den religiösen Geboten das Absolute vom Bedingten zu unterscheiden. Und gerade in dieser Unterscheidung scheitern oft die reinen Theoretiker, da sie es nur mit Texten, d. h. mit Worte und Sätzen zu tun haben, deren Intentionen sie die Autoren eben nicht mehr fragen können. Hier spielt nun die Erfahrung des Praktikers eine entscheidende Rolle: Er wird eher einschätzen können, um welche Aspekte es der Religion, oder den Gelehrten gegangen sein könnte, als zu einem bestimmten Thema diese oder jene Position bezogen wurde.

Und wer sagt, heilige Texte dürften doch gar nicht ausgelegt werden, da alles daran absolut und nicht bedingt gültig sei, dem empfehle ich ein Werk zum usûl al-fiqh zu studieren, oder sich für eine längere Zeit mit einem beliebigen Thema des klassischen islamischen Rechts, oder eines beliebigen Koranthemas zu befassen. Was er erfahren wird, ist komplex, schwierig, aber immer auch erleuchtend und befreiend.

Mein Argument ist ganz einfach: Alles, was der Islam klar verbieten wollte, hätte er auch klar verboten. Wo immer es aber große Unklarheiten und Auslegungsspielräume gibt, und die gibt es an sehr vielen Stellen außerhalb der 'ibâdât, also der Gottesdienste, hat niemand ein Recht seine womöglich strenge, oder auch liberale Auslegung, als die nunmehr für alle Muslime verbindliche Auslegung auszugeben.

Fazit: Der Islam braucht heute engagierte Praktiker des Lebens in allen Bereichen, also echte Professionalität in Kunst, Wissenschaft und Bildung. Yusuf Islam ist ein beeindruckendes Beispiel für einen solchen Praktiker, in seinem Fall für einen Praktiker der Musik. Diese Praktiker benötigen viel Zeit und Freiheit - und die Sicherheit, dass sie wegen ihrer besonderen Profession von ihren Glaubensbrüdern nicht misstrauisch oder abwertend beäugt werden. Den Theoretikern, also den reinen Religionsgelehrten, obliegt es diesen Praktikern des Lebens Zugang zu den religiösen Wissenschaften zu verschaffen und mit ihnen kritisch ihre praktischen Erfahrungen zu reflektieren. Dazu müssen sie den Praktikern aber ihr Geschäft transparent machen und ihren Widerspruch erdulden und als neuen Impuls für die Theorie ernst nehmen. Dass genau dies heute fehlt, ist der Knackpunkt der zeitgenössischen islamischen Geisteskultur.

Denn die Praktiker haben auf vielen Fragen des Lebens bessere und kompetentere Antworten als die reinen Religionsgelehrten, aber bekommen aufgrund des faktischen Normierungsmonopols der Gelehrten nicht die Möglichkeit diese zu artikulieren. Eine einseitige Kontrolle der Praktiker durch die Theoretiker kommt in Zukunft aber nicht mehr in Frage. Jeglicher Kontrollversuch dieser Art hat bislang zu einer Verkümmerung von Kultur und zu bleibenden Schäden in der Lebenskompetenz ganzer Gesellschaften geführt. Sie sind das Relikt einer des Islams unwürdigen Stammeskultur. Weg damit!

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Kommentare (5)

  • Serdar
    Serdar
    30 April 2011 at 05:05 | #

    Wohltuende Ansichten, jenseits von politischer Kurzlebigkeit. Wir brauchen echt mehr das Gespür für die "kleinen" wichtigen Dinge im Leben. Danke!

    antworten
  • Davut Piroğlu
    Davut Piroğlu
    30 April 2011 at 07:55 | #

    Ich finde, Du machst es Dir zu einfach, Bruder. Beim Lesen deines Artikels mußte ich an diesen Vergleich denken: Der ist von Klein auf voreingestellt pro Musik, also sucht er eine auch religiös fundierte Legitimation für sein Tun. Anstatt sich unvoreingenommen über die wahren Gründe der islamischen Gelehrten zu informieren, sieht er sie als böse Gouvernanten, denen es zu widersprechen gilt.
    Die wichtigsten beiden Frage stellst Du dir dabei nicht: Warum soll Musik, die keine Funktionalität besitzt wie die osmanische Militärmusik oder die religiöse Musik von Itrî und dergleichen von Allâh entfernen? Welches Ideal sieht Allâh für den Menschen vor, wenn Er spricht: "vezkür rabbeke izâ nesîte, i.e. Gedenke (u.a. verrichte deinen Namaz)deinen Rabb wenn Du (alles außer Ihm) vergessen hast"?

    Selamlar
    Davut

    antworten
  • Hakan Turan
    Hakan Turan
    30 April 2011 at 11:39 | #

    Merhaba Davut,

    danke für deinen Kommentar - ich habe in meinem Text klar zwischen eindeutig Geregeltem und Vieldeutigem unterschieden. Musik gehört zu letzterem, wenn man sich die Argumente im fiqh, aber auch die Vielfalt der zeitgenössischen Gelehrtenmeinungen anschaut. Gerade in von der Mystik beeinflussten Kreisen findet man differenziertere Auffassungen zur Musik, so z. B. bei Said Nursî.

    Meine Grundthese lautet also nicht, dass man apriori den Gelehrten widersprechen soll, oder das Musik apriori mubah sei - warum denn auch? Ich weise nur darauf hin, das man beim kritischen Nachbohren eben auf differenziertere Auffassungen stößt, die befreiend wirken. Das ich eine grundsätzlich positive Haltung zur Musik habe ist der Anlass dafür, das ich nachbohre, keine Frage. Aber ich bin nicht so blind die Religion mit roher Gewalt in das von mir gewünschte Format zu pressen. Ein gläubiger Muslim muss so ehrlich sein und in seinen liberalen Auffassungen lernen zu unterscheiden zwischen dem, was er religiös begründen kann, und dem, was er religiös nicht begründen kann bzw. und nur aus Gründen der Gemütlichkeit und des mangelnden Orientierungswollen an der Religion liberal lebt.

    Ich behaupte überdies nicht, dass es gar keine islamischen Wertungen von Musik gibt. Ich meine lediglich, dass diese Wertung nicht auf eine Essenz von Musik geht, sondern hauptsächlich auf das, was diese Musik beim Menschen auslöst. Da das Ausgelöste überwiegend von der Erziehung, der frühkindlichen Prägung, den persönlichen Assoziationen etc. abhängt, liegt die Vermutung nah, dass die islamische Wertung entsprechend individuell ausfallen muss. Darum muss hier jeder selbstkritisch schauen, inwiefern Musik ihn von seinen moralischen und spirituellen Werten abbringt, oder nicht, einschließlich seiner namaz-Praxis.

    Musik ist eine so wunderbare Sache, dass ihre Wirkung nicht einmal von den Absichten des Musikers abhängt. Sobald ich sie höre und innerlich auf sie reagiere wird sie mein inneres Eigentum. Was der Musiker sonst zu seiner Musik sagt, wie er lebt, und was er glaubt, ist da völlig egal. Man kann also Musik und Musiker (für den eigenen Gebrauch) hervorragend trennen. Funktionalität ist wohl der falsche Begriff zur Umschreibung der subjektiven Wirkung von Musik.

    Das heißt: Während ein in religiöser (oder vergleichbarer) Absicht vorgetragene Musik den einen Menschen gänzlich von der Religion abschrecken kann, kann eine ganz andere Musik und fremde Musik direkt das Herz ansprechen, ja sogar spirituelle Gefühle wecken. Letzteres weiß ich nur zu gut von mir zu berichten. Mich erinnert dies immer an den Koranvers "vab-tagû ilayhi'l-vasîla" (ungefähr: sucht nach Wegen/Anlässen zu ihm).

    Das heißt: Musizieren ist die Sache des Musikers. Musik als Wirkung hingegen ist primär eine Sache des Hörers, und nicht der Absicht des Musikers. Dieser Aspekt ist im fiqh praktisch immer vernachlässigt worden. Gäbe es Musiker unter den fuqaha, dann könnten wir heute differenzierte Äußerungen zu Musik wie die von Said Nursî oder den anderen Mystik-nahen auch in fiqh-Werken lesen und davon profitieren. Bis dahin müssen wir uns wohl von Yusuf Islam, den vagen Andeutugen am Rande des fiqh und eigenen Experimenten belehren lassen.

    Für alle anderen Argumente verweise ich nochmals auf meinen Text.

    Selamlarimla,
    Hakan

    antworten
  • Salih Almanyaliyim
    Salih Almanyaliyim
    03 Mai 2011 at 22:47 | #

    Sa.
    du schreibst:
    "Ein gläubiger Muslim muss so ehrlich sein und in seinen liberalen Auffassungen lernen zu unterscheiden zwischen dem, was er religiös begründen kann, und dem, was er religiös nicht begründen".
    Das Problem dabei ist, dass du von vorne herein ja mit liberalen Auffassungen urteilst. Und da sehe ich die Gefahr. Was ist mit dem nefis? Was ist mit Seytan? Sie können bei so einer Ausgangslage sehr leicht die Sinne im Sinne ihres schlechten Willens täuschen. Du schreibst ja auch im Artikel, dass der Praktiker auch mitreden soll, aber auch er steht vor diesem Problem. Deshalb ist es m.M. besser, wem man am klassischen Fiqh festhält und wir uns an den Hadithen orientieren. Und es ist ja nicht nur so, dass es Hadithe gibt sondern es wurde ja auch von sehr großen Sahabi ihre Abneigung gg Musik überliefert und einige Quran Verse so erklärt. Ich hätte es auch von Yusuf Islam besser gefunden, wenn er nochmal seinen Respekt vor der klassischen Meinung kundgetan hätte.

    Selamlar,

    Salih

    antworten
  • Ella
    Ella
    16 Juni 2011 at 17:55 | #

    Ich war ein großer Fan von Cat Stevens!
    Die Musik von Yusuf Islam hat mich,nach anfänglicher Neugier, nur gelangweilt.Der Spirit der vergangenen Jahre war verloren gegangen.Aber natürlich:meine Perspektive ist nicht islamisch.Aber dieses Gefühl von "Verlust" hätte sich vielleicht auch dann eingestellt,wenn der alternde Cat die Tonart geändert hätte,wer weiß?

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